Der systemische Ansatz

Der pädagogische Blick gründet u.a. auch auf dem systemischen Ansatz, der Menschen in einem Netzwerk (System) von sozialen Beziehungen integriert sieht, die auf sie einwirken und die sie wiederum beeinflussen. Diese Gruppen bilden durch ihre sozialen Beziehungen ihrerseits jeweils soziale Subsysteme, die sich selbst regulieren und dabei eigene Rollen, Werte und Konfliktregelungen ausbilden.

Gewaltprävention Vorschule und KindergartenNicht isolierte Individuen werden so betrachtet, sondern Menschen als Mitglied relevanter Bezugsgruppen, denn Menschen sind primär Gruppenwesen. Ihre Identität und ihr Handeln werden wesentlich von ihren Bezugsgruppen bestimmt. Bezogen auf Kinder sind das ihre Herkunftsfamilie, ihre Kindergarten- und ihre Freundesgruppe (vgl. Hen­nig/Knödler 2010, S. 11).

Auch auffälliges Verhalten wird dabei erklärbar und ist in seinem Bezugsrahmen als sinnvoll zu verstehen und immer mit einer Botschaft verbunden. Gewalt wird so nicht länger als individuelle Eigenschaft, sondern kontextgebunden gesehen. Von der Haltung „Hier ist etwas, das stört, das weg soll.“ geht es zu Fragen wie „Warum wird Gewalt gebraucht?“, „Welche Botschaft ist damit verbunden?“, „Welche Funktion hat das Symptom?“ und „Was muss entwickelt werden, damit das Symptom nicht mehr nötig ist?“.

Das Gewaltverhalten als Symptom gesehen, verweist dabei auch auf die Verhältnisse, die es bedingen und stützen. Unter dem systemischen Blick ist das Symptom kein Problem, sondern bereits ein Lösungsversuch für dahinterliegende Schwierigkeiten.

Zum systemischen Denken muss systemisches Handeln in einer doppelten Bedeutung kommen. Zum einen als systemgerechte Intervention, zum anderen als ein gemeinsames Vorgehen der verschiedenen Partner. Dies bedarf der Absprachen, der Vernetzung und der Kooperation. Gemeinsames Handeln beginnt innerhalb des Teams in der Ein-richtung und bezieht Eltern, Polizei, Jugendhilfe usw. mit ein.

Was ist systemisch?
Von einer „systemischen“ Sicht weise sprechen wir dann, wenn wir die Dinge als System betrachten, wenn wir also einzelne Teile im Zusammenhang mit dem größeren Ganzen sehen, dem sie angehören, und die Ursachen für Probleme nicht bei den Teilen, sondern im Zustand des Systems sehen. www.teamdynamik.net/ index.php?id=5860

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