Konflikte konstruktiv bearbeiten

Konflikte in der Schule

Eine Schule ist ein komplexes Gebilde mit unterschiedlichen Personengruppen, Interessen, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten.

Schulische Konflikte nur auf Schüler-Schüler-Konflikte reduzieren zu wollen wird den konkreten Gegebenheiten nicht gerecht. Für konkrete Konfl iktkonstellationen sollten entsprechende Instrumente der Konfliktbearbeitung entwickelt werden.

Beteiligt sein können die Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, ganze Schulklassen, die Schulverwaltung, die Schule als Gemeinschaft, die Schulbehörden, die Kommunale Verwaltung, die Eltern usw. Zentrale Aufgabe ist die Klärung der Frage „Wie gehen wir in der Schule mit den verschiedenen Arten von Konfl ikten um?“ Letztlich kann es nur um den Aufbau eines Konfliktmanagement-Systems für die Schule gehen. Dies muss durch eine Steuerungsgruppe vorbereitet und begleitet werden und kann als Teil von Schulentwicklung verstanden werden.

Für die konkrete Arbeit in der Schule wurde ein breites Instrumentarium entwickelt. Hierzu gehören u.a. der Klassrenrat, der Klassenvertrag, Mentorenprogramme, Schüler-Streit-Schlichtung, das Ärgerbuch, soziale Lernprogramme, Kommunikationstrainings, Pausenhelfer, Fahrzeugbegleiter, Konfliktgespräche, Konfl iktmanagement-Systeme für die Schule. Die Instrumente sollen für sich oder in sinnvoller Kombination miteinander angewendet werden.

Konfliktarten und Vorkommen

Es zeigt sich, dass Konfl iktformen wie Störungen im Unterricht, Beschimpfungen unter Schüler/innen, Hinter-dem-Rücken-Reden unter Schüler/innen, wiederholtes Hänseln und Ausgrenzen von Schüler/innen und Rangeleien unter Schüler/innen in 70 bis 90 % der Schulen mehrmals pro Woche vorkommen.

Schwerwiegendere Konfliktformen wie die Erniedrigung von Schüler/innen (31 %), körperliche Gewalt unter Schüler/innen (29 %) und Bedrohung durch Schüler/innen (16 %) gehören in einem Teil der Schulen zum Alltag. 20 % der
Schulen geben an, dass bei ihnen ca. jeden Monat oder häufiger eine Erpressung oder Nötigung durch Schüler/innen bekannt wird. Deutlich höhere Werte erreichen Diebstahl (30 %) und Sachbeschädigung (49 %). Körperliche Gewalt wird in 69 % der Schulen mindestens jeden Monat festgestellt.

84 % der Schulen geben an, das Vertrauensverhältnis zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen sei sehr gut oder überwiegend gut. Mehr als die Hälfte der Schulen geben an, dass sich Eltern ca. jeden Monat an Aktivitäten der Schule beteiligen. Befragt nach dem offenen Ansprechen von Konfl ikten im Kollegium, geben 16 % der Schulen an, dies mehrmals pro Woche zu tun. Weitere 31 % thematisieren Konflikte jeden Monat.

Sabine Behn u.a.: Evaluation von Mediationsprogammen an Schulen. Hamburg u.a. 2005, S. 20.

 

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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